Lerntechnik und Lernstrategien in der Evaluierung – Fernstudium – Memorieren

600 Seiten Skript - 150 Seiten klausurrelevant, 50 Seiten handschriftlich - wie weiter?

Prüfungsvorbereitung Klausur - lernstrategien

Im Febraur 2011 habe ich mich intensiv vorbereitet.

Dazu habe ich alle klausurrelevanten Themen zusammengefasst.

Beim Wiederholen der Themen überprüfe ich ob die Zusammenfassung evtl. gekürzt werden kann, verändert und überarbeite diese. Ihr glaubt wirklich nicht, wie oft ich Wissensblöcke verschiebe oder kürze...

Mein "Wissen" prüfe ich, in dem ich mich selbst Abfrage. Meine Zusammenfassung gliedere ich in Hauptpunkte, beispielsweise "illokutive Akte - assertiv". Weiss ich den Begriff, ist es gut, wenn nicht.. Meine Antworten schreibe ich schriftlich auf eine abwaschbare Tafel (scolaflex), genauso wie fehlendes Wissen.

Dann wird fehlendes Wissen entsprechend oft wiederholt. Ich nutze hier im Moment Flashcards.

Ich kann für sowas Flashcards sehr empfehlen - abraten würde ich jedoch alle Themen der Zusammenfasung gleich als Flashcards gleich zusammenzufassen. Es wird einfach zuviel.

Also lieber erstmal alles zusammenfassen in einem Hauptdokument, lernen und dann die "schweren Brocken", die nicht in den Kopf wollen (Begriff: assertiv, der illokutiven Akte z.B.) so oft memorieren, bis es halt drin ist..

Meine handschriftlichen Notizen nutz ich garnicht. War irgendwie für den Popo, aber jeder muss schauen, wie er lernt. Ich find den Papierkram unpraktisch beim hantieren.

Die Kombination PDF auf Smartphone / EEE PC, Schreiben auf Tafel und fehlendes Wissen in Flashcards transferieren klappt im Moment.

Mindmaps nutze ich im Moment nicht mehr: Methode PDF nach -> Flashcards ist schneller. Wobei aber natürlich Mindmaps sozusagen vorbereitend zum visualisierenden lernen echt super sind.

Ich denke, je weiter man im Lernprozess ist, desto wichtiger ist es auch, rauszufinden, was noch nicht in der Birne ist.

Zudem auch nicht ständig Wissensinhalte wiederholen, die schon im Langzeitgedächtnis, denn so überlädt man schnell sein Gedächtnis..

Irgendwie kommt man doch, wenn man langfristig lernen will, nicht an Karteikaraten-System vorbei, ne?

Also oft, regelmäßig und fortschreitend selektiv lernen, was man noch nicht kann. Und gelerntes Wissen nicht "überlernen"!

Lernprozess - aktueller Status - Ausblick im Fernstudium an der FernUni Hagen (B.A. Bildungswissenschaft)

  • Ca. 150 Seiten klausurrelevante Themen Sind auf ca 50 Seiten handschriftlich reduziert worden (Markieren und Exzerpieren)

Ich hatte anfangs versucht statt handschriftlich gleich elektronisch Zusammenzufassen. Ich bekam da die Krise. Die Methode ist nichts, wenn man unter Zeitdruck ist, oder sich selbst Druck macht, da man sich zu viel mit Formatierung und Software beschäftigt. Man muss sagen - die gute Alte Stift+Papiermethode ist wirklich effizienter und spart mehr Zeit. Besonders im Teilzeitstudium nicht zu verkennen!

  • Ein Teil der handschriftlichen Notizen sind miserabel erstellt worden

Leider ist mir nun aufgefallen, dass ich mir stellenweise zu wenig Mühe bei meinen Notizen gemacht habe: Unterschiedliches Schreibpapier verwendet, unklare Strukturierung der Themen, ... Also muss ich nun ein Teil der handschriftlichen wieder Aufarbeiten / neu-Schreiben. Auch erkennt man gut, wie eine Entwicklung in der Form meiner schriftlichen Exzerpten sich kristallisierte: Anfangs miserabel und zur Überarbeitung notwendig, werden diese später klar, gut strukturiert und einheitlich. Prozess!

Anmerkung lernstrategien: Auch hier: Markieren, Exzerpieren UND danach Exzerpte nochmal durchlesen. Ich hatte beim 1. Exzerpieren einfach nur schnell nieder geschrieben! Fire & Forget und zum nächsten Thema. Merke: langsam, aber kontinuierlich lernen bringt Erfolg.

Prozess des Memorierens - Lerntechniken im Studium

Nun, hier bin ich nun am experimentieren, wie ich den Inhalt der Notizen am besten langfristig in den Kopf  bekommen. Gerade für ein Klausur sind viele unterschiedliche Themen zu meistern, die auf Abfruf parat stehen müssen! Und mit einem Teilzeitstudium, und zusätzlich 37,5 h Job ist es nicht möglich "2 Wochen Vor der Klausur" zu lernen (oder Urlaub nehmen...)

Ich bin auch der Typ des regelmäßigen Lernens und Wiederholens.

Meine Ideen des langfristigen, tiefen, Lernens:

  • Transfer der handschriftlichen Notizen in elektronische Form (pdf / word)

Das hat den Vorteil, dass ich dieses Material omnipotent besitze: Ich kann es auf Laptop, PC und Smartphone lesen.

Ich hatte in meiner Prüfung für den Gesellenbrief vor 5 Jahren viel an Fachwissen zu memorieren, da war mein Smartphone und PDF sehr vorteilhaft. So konnte ich zudem in der Sonne liegen, überall und lernen 😉

Man stellt sich hierbei auch die Frage, ob man nicht gleich elektronisch Zusammenfassen kann, ohne den handschriftlichen Weg. Vorteil ist natürlich die Zeitersparnis. Aber durch den Transfer von analog in digitale Form befasst man sich wiederum mit dem Text, ein nicht zu vergessender Lernprozess.

Aber hier merkt man auch schnell: "schnelles Lernen" und Zeitersparnis beim Lernen gibt es nicht! Es gibt nur effektives Lernen, zielorientiert!

  • Erstellen von Mindmaps im Fernstudium

Mindmaps habe ich privat zum organisieren meiner Ideen oftmals genutzt (Urlaub, Umzug, etc.). Zu Lernzwecken jedoch noch nie. Ich habe mir für mein Smartphone nun auch ein Programm installiert, mit dem ich Mindmaps anzeigen kann.

Auch ist das Erstellen von Mindmaps aus elektronischen (und handschriftlichen) Notizen wieder ein Weg sich mit dem Lerninhalt zu beschäftigen.

Nachteil ist wirklich ein erhöhter Zeitaufwand beim erstellen der Mindmaps. Probiert es aus! Freemind gibt es kostenlos für Linux und Windows!

  • Erstellen von Flashcards / Lernkarteien als Lernstrategie / Lerntechnik

Flashcards werde ich auf PC / Laptop nicht nutzen, dafür eignen sich die Bildschirme und das starre davor-sitzen nicht. Jedoch, auf dem Smartphone gibt es ein "Vokabeltrainer", mit dem aus Google-Docs Flashcards importiert werden können. Auf dem Smartphone werde ich nun testen, ob das funktioniert!

Vokabel kann man z.b. mit Flashcards gut und einfach lernen. Nur wie ist das bei wissenschaftlichen und zusammenhängen Texten? Abwarten! Offen sein!

Fazit - wie werde ich Lerntechniken und Lernstrategien einsetzen

Das Studium beschäftigt mich auch viel damit, wie man Lerninhalte sinnvoll strukturiert und diese langfristig für sich behält. Jeder hat unterschiedliche Lernziele, unterschiedliches Lerntempo und Lernstrategien. Man sollte vieles testen, auch über einen längeren Zeitraum und offen für neue Ideen sein.

Ausblick - Lernstrategien im Fernstudium

Wahrscheinlich wird sich alles auf die Methodik reduzieren, Lerninhalte zusammenzufassen und in andere Form zu bringen (transferieren) zu wiederholen (Memorieren), sich viel mit diesen zu beschäftigen (elaborieren).